16.06.2026 — Nachrichten
Krebs als Teil der „Neuen Normalität“
Nahezu tägliche Enthüllungen von Krebsdiagnosen bei Promis und im Bekanntenkreis sind längst Alltag geworden. Als wäre das Auftreten bösartiger Tumoren schon immer eine Geißel der Menschheit gewesen. Tatsächlich sind Krebserkrankungen jenseits von Einzelfällen erst mit unseren zivilisatorischen Errungenschaften aufgetreten.
Erinnern Sie sich noch? Im Jahr 2020 hatten die politischen Galionsfiguren der westlichen Welt den baldigen Sieg über Krebserkrankungen verkündet. Darunter auch der damalige US-Präsident Joe Biden und der zu dieser Zeit amtierende deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn. Es handelte sich ganz offenbar um Neusprech, das das Gegenteil von dem in Aussicht stellt, was tatsächlich kommt.
Krebs wird zwar beim vorzeitigen Ableben historischer Persönlichkeiten immer wieder vermutet, bei genauem Hinsehen finden sich dafür aber keine Belege. Wenn überhaupt, dann handelte es sich um extrem seltene Einzelfälle oder durch Umweltgifte bedingte Berufserkrankungen wie Lungenkrebs in Bergwerken mit erhöhter Radioaktivität durch Radon (sogenannter Schneeberger Lungenkrebs).
In den Alltag eingezogen sind Krebserkrankungen erst allmählich mit der industriellen Zivilisation im 19. Jahrhundert. Zusammen mit einer schlechteren Atemluft, belastetem Trinkwasser war es vor allem auch der Übergang auf eine Ernährung mit immer weniger direkt geernteter Nahrung und längeren Transportwegen, der die natürliche Immunabwehr beeinträchtigen musste:
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Zentrum für Krebsregisterdaten - Krebs insgesamt: